Die Monde der Venus

(Das Geheimnis der Stromlaufpläne – Kapitel 6)

Manchmal hatte ich in dieser Zeit den Eindruck, der sibirische Winter wollte überhaupt kein Ende nehmen. Eis und Schnee überall, und eine Kälte die mich schnell wieder in Innenräume trieb, wenn ich es einmal nicht vermeiden konnte mich draußen aufzuhalten. Allerdings wurde es mir zu keinem Zeitpunkt langweilig, da meine Tage mit viel Arbeit erfüllt waren, die mich voll in Anspruch nahm.

Die Abende verbrachte ich weitgehend mit Galina, zu der sich über die nächsten Wochen ein inniges Verhältnis aufbaute. Die anderen drei Paare behandelten uns denn auch bald so als wären wir miteinander verheiratet.

Im Nachhinein betrachtet, hatte sich die ganze Entwicklung sehr schnell ergeben, auch wenn mir damals die Zeit sehr lange vorkam. In der kalten und dunklen Umgebung schien alles sehr gleichförmig vor sich hinzulaufen, und die in Eis und Schnee erstarrte Natur wollte in sich lange Zeit überhaupt nicht verändern.

Immer wieder trafen Galina und ich uns mit den anderen Paaren in wechselnden Konstellationen, ob zum „Spielen“ oder auch zu ausgiebigen Essen und Diskussionen. Zum Glück konnte ich mit meinen Freunden auch kontroverse Themen diskutieren, die mir zeigten, dass wir bei allen Gemeinsamkeiten eben doch auch von unterschiedlichen Systemen geprägt waren.

Während es für mich schwer zu verstehen war, warum meine russische Freunde doch recht zufrieden mit ihrem autoritär geprägten politischen System waren, fanden diese es umgekehrt ein unergründliches Rätsel, warum „wir Deutsche“ uns im Moment gerade anscheinend unserer eigenen Zukunft und der Früchte unserer Arbeit berauben würden.

Da waren schon Fragen dabei, über die sich trefflich diskutieren ließ. Dass wir zum Beispiel so viele Einwanderer aus muslimischen Ländern aufnehmen würden, war für meine russischen Freunde völlig unverständlich. Da kamen dann so Argumente wie ein Satz von Pjotr: „Wir tragen da schon lange eine Hypothek aus unseren sowjetischen Zeiten mit uns herum. Wenn ich da nur an die tschetschenischen Fanatiker denke, die uns laufend nur Ärger machen. Mit diesen Menschen kann der Friedlichste nicht in Eintracht leben, da sie jedem ihre Religion und Lebensweise aufdrängen wollen, und nichts anderes gelten lassen“.

Pjotr hatte wohl einige Zeit auf den Ölfeldern im Süden verbracht, und den Einfluss der dort nahen und dominanten islamischen Kultur kennengelernt. Es hatte ihn wohl nicht überzeugt, einmal ganz davon abgesehen, dass die sexuellen Freiheiten die wir in Sibirien genossen in dem dortigen Kulturkreis als todeswürdiges Vergehen eingestuft wurden.

„Weißt du, wir verehren unsere Frauen, auch wenn wir ihnen liebevoll den Arsch versohlen, aber bei den Muslimen sind die Frauen nichts wert, und werden nur als Fick- und Gebärmaschinen geschätzt die ihnen neue Krieger für ihren Dschihad bringen, die sich dann bei uns in einem Supermarkt in die Luft sprengen“, warf Artjom ein. Denn tatsächlich hatte sich zwei Wochen zuvor in einer kleineren Stadt wohl so etwas ereignet, was die Gemüter meiner russischen Freunde stark erregte. Die Aussicht weiterhin keine echte demokratische Mitbestimmung zu haben war für sie weit weniger wichtig, als die Angst davor durch erzkonservative, religiöse Fanatiker am Ende ihre gewohnte Lebensweise und insbesondere ihre sexuellen Freiheiten einzubüßen.

 

Doch genug der irritierenden Gedanken … ich schweife ab, denn ich wollte ja weiter von meinen Eindrücken aus Sibirien berichten.

Nach endlos scheinenden dunklen Wochen – es war inzwischen Mitte Mai geworden – zeigte sich zaghaft wieder die Sonne und mit ihr der Frühling mit einem Tauwetter, welches unbefestigte Wege umgehend in zähen Schlamm verwandelte.

Erste Plusgrade um die Mittagszeit, wenn auch nur geringfügig über dem Gefrierpunkt, fühlten sich nach dem langen Winter an, als wäre bereits der Sommer ausgebrochen. In den Mittagspausen gönnte ich mir daher meist einen kleinen Spaziergang in der Sonne soweit das die schlammige Umgebung zuließ. Aber auch wenn es nur wenige Schritte waren, so tat doch das Sonnenlicht nach den dunklen Monaten gut. Wie gerne hätte ich diese Spaziergänge mit Galina gemacht, die aber ihre Arbeit nicht unterbrechen konnte. Da war ich etwas freier in meiner Arbeitseinteilung. Dafür trafen wir uns nun fast an jedem Abend, allerdings nur selten für Spaziergänge da es immer noch früh dunkel wurde und in der Nacht wieder die unerbittliche Kälte zurückkehrte.

Dafür kannte das Feuer zwischen Galinas Beinen kaum Grenzen. Nach ihrer Trennung im letzten Jahr hatte sie wohl keinen Liebhaber mehr gehabt, und auch zuvor war in ihrer Ehe lange nichts mehr gelaufen. Schon gar nicht in Bezug auf das Feuer, dass sie gerne immer wieder von mir auf ihrem kleinen, süßen Popo entfacht haben wollte, jeweils im Vorfeld zu den danach im Bett stattfindenden Verlustierungen.

Entgegen dem ersten Eindruck, den ich auf Vikas Geburtstagsfeier von Galina gewonnen hatte, war Galina außerhalb des Betts eher von zurückhaltender Natur. Im vergangenen Jahr war sie nur selten ausgegangen, und hatte wohl auch keine Intention gehabt, bald wieder eine neue Beziehung einzugehen. Allerdings kannte sie Uljana, und ich ahnte, dass diese zusammen mit Vika und Polina die Idee geschmiedet hatten, mich mit ihr zu verkuppeln.

Wie dem auch gewesen sein mochte, wir beide hatten eine gute Zeit, und trafen uns auch ab und zu mit Oleg und Uljana zu einem anregenden Abend in deren Spielzimmer.

Bei einer solchen Gelegenheit - ich hatte in den Tagen zuvor wieder ein Paket aus Deutschland von der Glasmanufaktur erhalten – brachten wir Uljana den „Großen Zauberer“ als Geschenk mit, denn sie hatte in der Vorwoche Geburtstag gehabt.

Natürlich war Oleg gleich darauf bedacht das neue Spielzeug auszuprobieren, und so fanden sich die beiden Damen alsbald kniend auf dem großen Sofa im Wohnzimmer wieder, ihre nackten Kehrseiten uns Kerlen zugewandt.

Da ich mir so etwas bereits gedacht hatte, hatte ich für Galina den kleinen rosafarbenen Plug mit dem Kussmund am Schaftende mitgebracht, der ganz vorzüglich mit ihrem kleinen, festen Popo harmonierte.

Ein höchst anregendes Bild bot sich nun dar: links Uljanas ausschweifend breite Hinterfront und rechts davon Galinas kleiner, kompakter Popo, beide in Erwartung des Eindringens eines rückwärtigen Lustspenders.

Die Luft knisterte bereits in diesem Moment, und ich habe mich immer gefragt, was genau es ist, dass uns Kerle eigentlich so verrückt macht beim Anblick jenes geheimnisvollen Lustbrunnens am Talgrund zwischen den sphärischen Pobacken der Frauen. Waren es Erinnerung an selige Kindertage und die Entdeckung unserer Körperlichkeit im Rahmen von Doktorspielen? Oder einfach die in uns steckenden Ur-Instinkte die sich jeder rationalen Erklärung verweigerten?

In diesem Moment spielte das alles gar keine Rolle, denn Olegs und meine Geilheit waren geweckt, und harrte nun ihres lustvollen Auslebens. Längst schon von störenden Textilien befreit, näherten wir beide uns der anbetungswürdigen Bildkomposition vor unsere Augen und ein unausgesprochener, gemeinsamer Gedanke führte dazu, dass Oleg und ich jeweils unserer Angebeteten einen Kuss auf jede ihrer Bäckchen gaben. Die beiden kicherten, hielten aber geduldig still, so dass Oleg und ich in aller Ruhe die Vorbereitungen mit einem süß duftenden Gleitmittel - dass bezeichnenderweise den Namen „Terra incognita“ trug - treffen konnten.

Längst schon hatte der süße, kleine Wonnebrunnen meine Augen gebannt auf sich gezogen, der nun sanft von meinen Fingern umrundet und zärtlich liebkost wurde. Das vormalige Kichern Galinas hatte sich denn auch schnell in ein wohliges Schnurren gewandelt, erst recht als ich die Mitte des Brunnens ansteuerte, und sanften Einlass begehrte. Das ölige Gleitmittel ebnete den Weg und der Pförtner machte Platz für meinen Finger, der in das dunkle Geheimnis langsam vordrang.

Links neben mir wurde ein vergleichbares „Lustspiel“ gegeben, denn auch von Uljana konnte ich genießerische Lustlaute vernehme, die mir anzeigten, dass Olegs Finger an vergleichbarer Stelle unterwegs waren.

Solchermaßen vorbereitet fand ich es an der Zeit, nun auch den „Kussmund“ mit dem Gleitmittel zu benetzen, und danach an den verheißungsvoll wartenden Wonneschlund anzusetzen, wo zuvor mein Finger sich Bahn verschafft hatte. Mühelos glitt die Spitze des „Kussmunds“ in das Rund, welches bereitwillig nachgab.

Fast zeitgleich hatte Oleg wohl auch den „Großen Zauberer“ bei Uljana wirksam werden lassen, denn auch von ihr war nun wieder ein sinnliches Stöhnen zu vernehmen, das sich mit jenem von Galina zu einem lustvollen Duett vereinigte.

War das zu einem Kussmund geformte Glas am Ende des Plugs einfach nur eine verrückte Idee, so riss mich die Situation dazu hin, den Lustspender nicht weiter mit meinen Fingern voranzutreiben, sondern meinerseits, meinen Mund an den „Kussmund“ anzulegen, und diesen damit ganz nah am Geschehen langsam weiter zu bewegen.

Umhüllt von Galinas Duft vermischt mit dem süßlichen Öl tauchte ich tief in eine eigentümliche Stimmung ein. Ich schloss meine Augen, und überließ mich ganz meinen Gefühlen, einer instinktiven Rückkopplung aus Galinas Lautäußerungen und dem Vorwärtsdrängen meines Mundes. Ganz langsam, jeden Millimeter der Lust auskostend, bewegte ich somit den Kussmund immer weiter, bis der „Brunnen“ sich auf den Punkt des größten Umfangs des Lustspenders geöffnet hatte. Nun brauchte es meinerseits nur noch einen kleinen Stups, und der „Kussmund“ glitt ganz von selbst bis ans Ende seiner vorgesehenen Reise.

Erst jetzt kehrte ich langsam wieder aus meinem traumartigen Zustand zurück, und nahm war, dass neben uns Oleg bei Uljana anscheinend schneller zum Ziel gekommen waren. Denn Oleg stand bereits wieder auf seinen Beinen, und machte sich gerade daran ins „Spielzimmer“ zu gehen, wo die anderen „Spielsachen“ aufbewahrt wurden.

Auch ich erhob mich nun, und kurz darauf kam Oleg zurück, und hielt eine kleine Peitsche in seiner Hand, die er mir hinhielt:

„Die habe ich vor zwei Wochen bekommen. Handarbeit von einem Bekannten aus Krasnojarsk. Aus dem Leder vom Altai-Maral Hirsch. Schau mal wie geschmeidig sie ist. Soviel ich weiß, hat er dafür eine spezielle Behandlung des Leders entwickelt“.

Tatsächlich fühlte sich das Leder unglaublich weich, aber eigenartigerweise zugleich fest an. Ich probierte sie sogleich an einem der Sofakissen aus und fand sie mit ihrer Länge von ungefähr einem Meter sehr gut handhabbar und ausgewogen. Sie lag gut in meiner Hand und ich konnte keinerlei Kanten oder Unebenheiten des Leders erspüren.

„Sie gehört dir, in Erinnerung an schöne Stunden“, sagte Oleg mit einem breiten Grinsen im Gesicht, und erst jetzt bemerkte ich, dass er selbst eine zweite identische Peitsche in seinen Händen hielt.

„Ich habe gleich zwei besorgt, denn die sind sehr rar, und mein Bekannter ist schon recht alt. Wer weiß, wie lange er seine Kunst noch ausüben kann. Ich denke heute ist ein guter Tag sie einzuweihen. Wo uns doch so schöne Monde präsentiert werden“, meinte Oleg in Anspielung auf den Vollmond, der draußen in einer ansonsten sternenklaren, kalten Nacht am Himmel stand.

Tatsächlich war dies durchaus ein passender Vergleich zu den anregenden „Monden“, welche unsere Damen uns präsentierten. Doch einen Moment lang entführten mich meine Gedanken und plötzlich blitzte es in mir auf: nicht der irdische Mond - der in vielen Sprachen weiblichen Geschlechts war, was mir immer schon passender erschien – war hier das passende Bild. Für mich waren es an diesem Abend die Monde der Venus – auch wenn dieser Planet in Wirklichkeit überhaupt keine bekannten Monde hat.

Nun wollten wir unsere Süßen nicht länger warten lassen, denn inzwischen hatten die beiden das Gefühl der gläsernen Lustbuben in ihren Venusmonden bereits ausgiebig gekostet.

„Könnt ihr beide euch etwas weiter auseinander platzieren“, dirigierte Oleg Uljana noch weiter nach links und Galina nach rechts zum jeweiligen Ende des großen Sofas, so dass wir uns im Folgenden nicht ins Gehege kamen.

Die beiden Angesprochenen räkelten sich in ihre neue Position und boten auch dort einen höchst anregenden Anblick, wobei der Lustgraben zwischen ihren Popoerhebungen nun durch die Enden der Genußstöpsel akzentuiert wurden. Überflüssig zu sagen, dass sich sowohl Olegs als auch mein Liebesdiener in Erwartung des kommenden Geschehens diesem Bild steif entgegen reckten.

Dann ließ Oleg seine Peitsche schnalzen, und das noch jungfräuliche Leder traf zum ersten Mal Uljanas Hintern und hinterließ dort einen zartrosa Streifen auf ihrer weißen Haut. Ich tat es ihm gleich, ging allerdings zunächst bedachtsam vor, da ich die Wirkung der Peitsche noch nicht einschätzen konnte, so dass das Leder Galinas Popo zunächst mehr streichelte als dass es sie aufreizte. Doch schon bei den nächsten Hieben, die Oleg und ich nun abwechselnd auf die „Monde“ unserer Liebsten verteilten merkte ich, dass ich die Wirkung der Peitsche sehr fein dosieren konnte. Und sukzessive näherte ich die Intensität an jene Grenze des Wohlfühlbereichs von Galina, wo sich alsbald der Zustand zwischen unendlicher Lust und erwartendem Schmerz einstellte, mit dem Galina ihrem Höhepunkt entgegenschweben konnte.

Als untrügliches Zeichen klang mir Galinas Stöhnen im Ohr, und die Nässe in ihrem Schambereich war ebenso nicht zu übersehen. Die zuvor nobel, blassen „Monde“ brachte das Leder der Peitschen schnell zum Erröten und es dauerte nicht lange, da war es bei Uljana bereits so weit, dass sie den Gipfel ihrer Lust erklommen hatte und Oleg ihr eine Pause gönnte indem er die Peitsche beiseitelegte und Uljanas Popo mit streichelnden Händen beruhigte.

Galina stand ihrerseits bereits ganz kurz vor der Erlösung, denn ich konnte, nach vergleichbaren Situationen in den letzten Wochen, inzwischen ihre Reaktionen recht gut einschätzen. Ich fühlte, dass es nur noch weniger heftigerer Peitschenhiebe bedurfte - die ich ihr allerdings in größerem zeitlichen Abstand geben musste - um sie ebenfalls über die Klippe den Wasserfall ihrer Lust hinunter in das Meer ihrer Erfüllung zu stoßen.

So war es denn auch, und nachdem die Peitsche drei weitere Male schnalzend ihr Ziel getroffen hatte, schrie Galina ihre Erlösung heraus, so dass man es sicher in den umliegenden Wohnungen des Wohnblocks gehört haben musste.

Schnell war ich bei ihr und spürte ihr erhitztes Gesicht an meinen Wangen, während sie in meinen Armen lag. So kuschelten wir uns auf dem großen Sofa aneinander, wie es übrigens auch Uljana und Oleg taten, und es dauerte eine ganze Weile, bis sich die Lust wieder regte und Oleg und ich unsere beiden Damen von ihren gläsernen Begleitern befreiten.

Selbstverständlich, um gleich darauf den Ort, der zuvor vom schmeichelnden Glas eigenommen worden war, durch unsere steifen Kameraden zu ersetzen, die ihrerseits, nach den erregenden Ereignissen zuvor, der Erlösung harrten.

 

Libertineros   2020, 2025

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