Die Sklavin

(von Libertineros)

In einer streng katholischen Familie auf dem Land in Frankreich aufgewachsen hatte Catherine schon früh gelernt, dass unkeusche Gedanken und Taten Strafe nach sich zogen.

Doch stets, nachdem „le fouet“, die Klopfpeitsche ihres Vaters, ihre Spuren auf Catherines Popo hinterlassen und sie ihr Reuegebet vor dem Vater abgelegt hatte, brannte ihr Verlangen mehr als zuvor.

Es machte es Catherine auch nichts aus, wenn ihre Mutter wieder einmal die verräterischen Spuren lustvoller Betätigungen ihrer Tochter im Höschen oder im Bettlaken entdeckte, und daraufhin „le fouet“ wieder in Aktion trat.
Der Gipfel den sie mit einem rot erglühten Popo nach einer Züchtigung erklimmen konnte war ungleich gewaltiger als gewöhnliche Fingerspiele es erreichen konnten, selbst wenn die Finger nicht ihr, sondern ihrem früheren Freund Jean-Luc gehörten.

Das Ritual aus Lust, Strafe, Gebet, Vergebung und nachfolgend gesteigerter Lust wurde für Catherine zum Kreislauf des wahren Lebens, abseits aller Gedanken und Mühen des Alltags.

So blieb es auch, als Catherine bereits erwachsen, und von zu Hause in die große Stadt ausgezogen war. Sie liebte es ihre Lust in den Nächten mit den jungen Männern der Stadt auszuleben. Nach solchen Abenden fuhr Catherine am späten Nachmittag des folgenden Tages auf Land und in die Kirche eines kleinen Ortes in einem abgelegenen Tal an einem kleinen Flüsschen, wo sie keiner kannte.

Bereits bei ihrer ersten Beichte hatte der Priester in Catherine eine Seelenverwandte erkannt, wußte er doch sehr wohl um die Last der Lust und die Leidenschaft der Vergebung. So war es gekommen, dass der der Priester Jean-Baptiste Vianney nach der Abendmesse nur für Catherine den Beichtstuhl öffnete, wenn er sie am Abend in den ersten Bänken der Kirche erblickte.

Wie die für gewöhnlich spärlichen anderen Besucher der Abendmesse, verließ auch Catherine, stets in züchtigem Schwarz gekleidet, zunächst die Kirche, um sich danach in ihrem Wagen umzuziehen, und sich, in einen schwarzen Umhang gehüllt, zurück zum Beichtstuhl zu schleichen.

Vom Umhang verborgen trug Catherine dann lediglich ein schwarzes Korsett, und lange schwarze Handschuhe. Hochhackige, geschnürte Pumps und eine genetzte, schwarze Strumpfhose vervollständigten ihre spärliche Bekleidung. Wie immer brachte sie auch eine schwarze, lederne Peitsche unter dem Umhang verborgen mit in die Kirche, welche sie während der Beichte in ihren zunehmend feuchten Händen hielt.

Das Leder fühlte sich kalt an, während Catherine ihre unkeuschen Gedanken und Umtriebe vor Priester Vianney ausbreitete. Das Instrument der Züchtigung war aber gleichsam Catherines Vertrauter, dem sie sich bald bedingungslos ergeben würde um einen neuen Kreislauf der Vergebung abschließen zu können.

Nach Verkündigung der Strafe für ihre Sünden, die gemäß alttestamentlicher Überlieferung stets maximal vierzig Peitschenhiebe umfasste, huschte Catherine, in den schwarzen Umhang gehüllt, aus der Kirche und hinüber ins spartanisch anmutende Pfarrhaus. Niemand würde sie dort stören, denn die Gemeinde war arm, und Jean-Baptiste Vianney konnte sich keine Haushälterin leisten.

Gemeinsam stiegen Catherine und Jean-Baptiste sodann in den großen Keller des Hauses, wo ein kunstvolles, ähnlich einem Altar gestaltetes, hölzernes Möbel mitten im Raum stand. Vor einer mit geschnitzten Figuren und Malereien, welche die Leidensgeschichte Christi darstellten, war auf einem Podest eine geschwungen ausgeführte hölzerne Bank angeordnet. Diese war an verschiedenen Stellen gepolstert und mit schwarzem Leder überzogen.

In seiner aufwendig gestalteten Art wollte der von Jean-Baptiste Vianney als „Chevalet de Douleur“ bezeichnete Altar der Schmerzen so gar nicht in die ärmliche, ländliche Gemeinde passen. Und schon gar nicht in den ansonsten kärglich ausgestatteten Keller des Pfarrhauses. Etliche Jahrhunderte mochte das „Chevalet“ bereits gesehen haben, doch bei näherer Betrachtung fiel auf, das das Holz wie frisch poliert und sorgfältig gepflegt aussah.
Wie Jean-Baptiste einmal erzählte, war es Brauch, dass Holz des Altars, jedes Jahr einmal, und zwar am vierten August, mit einem besonderen Öl zu polieren.

Nun also stand Catherine erneut vor diesem Altar und hatte bereits den schwarzen Umhang abgelegt und verfolgte schweigend des Priesters Vorbereitungen am Chevalet. Er ordnete verschiedene lederne Riemen, die an verschiedenen Stellen des Chevalet angebracht waren. Doch fesseln wollte Jean-Baptiste seine Delinquentin auf dem Chevalet nicht. Denn er wusste aus eigener Erfahrung, dass Vergebung ein tiefe Überwindung und Kontemplation erforderte, in welcher der Wille zur freiwilligen Unterwerfung die entscheidende Rolle spielte.

Nachdem er mit seinen Vorbereitungen zum Ende gekommen war, kniete sich Catherine zunächst vor Jean-Baptiste nieder und bot ihm mit beiden Händen die Peitsche dar.

Fast zärtlich entnahm er diese ihren Händen und mit einer gemessenen Geste deutete er Catherine an, dass es nun Zeit war sich zum Chavalet zu begeben. Weiter entkleiden musste sich Catherine nicht, denn alles in allem war sie sowieso nackter als es einem Priester gegenüber geziemte. So legte sie sich über die Polster des Chevalet und wartete auf ihre Züchtigung.

Jean-Baptiste fühlte den festen Griff der Peitsche in seinen Händen und maß den Abstand zu Catherines, durch die Form des Chevalet exponierten, Popo gegenüber der Länge der Peitschenschnur. Das verführerische Fleisch ihrer Weiblichkeit erforderte alle seine Konzentration selbst nicht schwach zu werden, sondern der Verführung zu widerstehen, und alsbald knallte die Peitsche zum ersten Mal auf Catherines Po.

Wie immer ließ er ihr nach dem ersten Hieb ausreichend Zeit sich dem ersten Schmerz zu ergeben, bevor weitere Hiebe in gemessenem Abstand ihre Pobacken trafen. Dabei zeigten sich durch den schwarzen Schleier von Catherines Strumpfhosen nicht nur die ersten roten Striemen, sondern auch die Strumpfhose selbst begann sich bereits nach den ersten sieben Hieben an den getroffenen Stellen aufzulösen. Nach jeweils sieben Hieben pflegte Jean-Baptiste eine Pause einzulegen um dem erzeugten Schmerz Raum zu geben sich über den gesamten Körper von Catherine auszubreiten. Das sündige Fleisch musste die Strafe fühlen, in allen Poren und allen Abgründen, das sah Jean-Baptiste Vianney als seine Berufung.

Die nächsten sieben Hiebe wiederholten die Sequenz vom Beginn, allerdings mit etwas gesteigerter Intensität. Und nach weiteren sieben Hieben hatte sich die schwarze Strumpfhose im Bereich von Catherines Po bereits so weit aufgelöst, dass die roten Striemen unverstellt Jean-Baptistes Augen auf sich zogen.

Wiederum weitere sieben Hiebe, und Jean-Baptiste konnte die verräterischen Tränen der Lust an den Innenseiten der Oberschenkel von Catherine herunterrinnen sehen. Der Zeitpunkt war gekommen Catherine in das Allerheiligste von Lust und Schmerz zu führen, so dass sie geläutert aus dem Feuer, dass auf ihrem „Boule“ loderte, herausgeführt würde.
Jean-Baptiste dachte in diesen Momenten nicht an Catherines Po, sondern bezeichnete ihn innerlich für sich als „Boule“ - den Arsch - den er ohne Hemmungen der Peitsche aussetzen konnte.

Wie meist waren Catherines Verfehlungen von einer Mächtigkeit, welche die höchstzulässige Anzahl an Peitschenhieben erforderte, und so führte er sie mit unverminderter Härte der Fünfunddreißig entgegen.

Fünf mal die Sieben – die fünf heiligen Wunden Christi und die sieben letzte Worte Christi am Kreuz. Catherine wusste um die Zahlenmystik von Jean-Baptiste und selbst wenn sie bereits im Vorfeld der Fünfunddreißig von unbändigem Verlangen nach der Erlösung ergriffen war, so zögerte sie selbst doch den Moment der Vergebung hinaus, wohl wissend, dass Jean-Baptiste in den letzten fünf Hieben, gleich den fünf heiligen Wunden, das Wunder der Erlösung bereithielt.

So überkam Catherine der heilige Schauer meist kurz vor oder zusammen mit dem vierzigsten und letzten der Hiebe ihrer Züchtigung.

Ein Moment in dem sich aller erduldeter Schmerz in seligem Glück der Erlösung auflöste - le petit mort – einem kleinen Tod gleich, in den Catherine versank und in eine andere Welt des Bewusstseins eintauchte.

Für einen Außenstehenden würde es so ausgesehen haben, als sei sie tatsächlich bewusstlos geworden, doch Jean-Baptiste Vianney kannte diesen Moment und ließ ihn Catherine auskosten.

Nach einiger Zeit erhob sich Catherine vom Chevalet, kniete erneut vor ihrem Priester nieder, und empfing seine endgültige Absolution zusammen mit dem Instrument ihrer Züchtigung das sie bis zum nächsten Mal wieder verwahren würde.

Danach hüllte sie sich in ihren schwarzen Umhang und verließ ohne weitere Worte das Haus des Priesters.

War sie nun zu Jean-Baptiste Sklavin geworden?

Sicher nicht, denn gegenüber ihm war sie frei. Frei jederzeit wiederzukommen wenn sie die unbändige Lust überkam, denn im Grunde war Catherine nur Sklavin ihrer Lüste.

 

Libertineros        2023, 2025

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